Dienstag, 4. März 2014

Tank entrosten >> Auf ein Neues!

Mit Elfis Tank gehe ich in die zweite Runde zum Thema Entrostung. Wie es nicht geht kann man hier nachlesen. Diesmal habe ich mit der groben Behandlung angefangen, auch das Schleifgranulat war etwas scharfkantiger als beim letzten mal. Das Ergebnis konnte sich nach einer halben Stunde Rotation im Wäschetrockner durchaus sehen lassen. Allerdings muss noch eine zweite Behandlung folgen.


Außen gut, innen rostig!

Schleifmittel: Eine Packung Spaxschrauben.
Nein, kein Zimt. Rostpuder!
Der Benzinhahn war, wie üblich, zugesetzt, ist aber nachdem er seit mehreren Tagen in Waschbenzin eingelegt war, wieder durchgängig. Möglicherweise ist das Teil zu retten.


Für beide Themen gilt: Fortsetzung folgt!

Sonntag, 9. Februar 2014

Elfi Demontage I

Tank und Sitzbank sind die offensichtlichsten Schwachstellen an Elfis schönem Körper. Der Tank, weil er innen sehr rostig ist, und die Sitzbank, weil sie einen neuen Bezug braucht. Also mussten beide Teile abgebaut werden.

Zuvor aber gelang es mir sowohl das Lenkschloss als auch das Schloss des Werkzeugfaches von darin steckenden Schlüsselresten zu befreien.


Der abgebrochene Bart welchen ich aus dem Lenkschloss gezogen habe passt zum Schlüsselfragment welches am Ring mit den Tankschlüsseln hängt. Das Bruchstück passt auch leicht ins Schloss vom Werkzeugfach weshalb meine Hoffnung groß ist, dass es sich hier um den Originalschlüssel handelt. Allerdings passt die Nummer auf dem Schlüssel nicht zur Fahrgestellnummer.

Apropos Fahrgestellnummer, bei der Demontage fiel mein Blick erstmals aufs Typenschild und siehe da: Elfi ist Baujahr 1971, wurde aber (laut Papieren) erst am 2.6.1972 zugelassen. Die "vorübergehende" Stilllegung erfolgte am 26.2.1976.

Nach diesen "Schlüsselerlebnissen" begann ich mit der Demontage von Gepäckträger und Sitzbank.
Das Ganze ließ sich soweit problemlos an allerdings fand ich schon den ersten "Frickel". Auf der rechten Seite hat ein kreativer Bastler den Aufnahmebolzen für das obere Stoßdämpferauge durch eine M10er Schraube ersetzt. Ich vermute dass damit eine ausgeschlagene Büchse im Stoßdämpferauge ersetzt werden sollte. Da steht noch eine genauere Bestandsaufnahme aus. Das Gewinde im Rahmen scheint nicht beschädigt zu sein.

Links: Haltebolzen / Rechts: Frickel
Der Gepäckträger ist in gutem Zustand und muss lediglich gereinigt werden. Die Sitzbank aber benötigt etwas mehr Liebe. Der Unterbau ist sehr rostig, der Bezug löchrig , der Halteriemen ist gerissen. Mal hören was der Sattler dazu sagt.

Ziemlich gammelig: Sitzbank
Nachdem die Sitzbank runter war ließ sich auch der Tank leicht abnehmen. Von außen ist das Teil in einem sehr guten, leicht patinierten Zustand. Beulenfrei(!) und nur ein paar winzige Rostpickelchen auf der Oberfläche. Der Zierstreifen mit Weltmeisterlogo fehlt, aber sowas gibts ja mittlerweile als Repro. Innen allerdings sieht es nicht so gut aus. Nach der Demontage hörte ich die Rostflocken schon rieseln und in der Tat kam beim Kopfstand des Tanks eine beeindruckende Menge des Metalloxids zum Vorschein. Ich bin mir noch nicht sicher wie ich hier weiter verfahre: Ob ich die Aufarbeitung in Eigenarbeit erledige oder ob ich den Tank weg gebe.


Beim Benzinhahn werde ich einen Rettungsversuch starten, denn er lässt sich bewegen und ist auch noch (schwach) durchgängig. Der bekommt jetzt zunächst ein ausgedehntes Lösungsmittelbad.

Ist eventuell noch zu retten: Benzinhahn.

Am Rahmen kam nach der Entfernung von Tank und Sitzbank natürlich der Staub der Jahrzehnte zum Vorschein. Mit besonderer Befriedigung durfte ich feststellen, dass sich  die RS unter diesem Staub in einem guten Zustand präsentiert.



Der erste Teil der Demontage ist damit abgeschlossen. Wie aber der Frickel an den Stoßdämpfern gezeigt hat, ist man auch bei Ersthandmopeds nicht vor Überraschungen gefeit. Dennoch ging ja bis hierhin alles ganz easy. Mal sehen wie es weiter geht.


Montag, 27. Januar 2014

Elfi in the House

Ich weiß: man soll nur Kindern und Tieren Namen geben, aber in diesem Fall ist es nicht meine Schuld. Die '72er RS hieß schon "Elfi" als ich sie mir ertauscht habe. Schließlich gibt der Name Zeugnis ab über die recht außergewöhnliche Tatsache, dass die erste (und bisher einzige) Halterin eine Frau war. Elfi eben.

Obwohl das Tauschgeschäft schon im Spätsommer über die Bühne gegangen ist, bin ich doch jetzt erst dazu gekommen das Moped in den heimischen Stall zu holen. Zu ersten Bestandsaufnahme hier ein paar Fotos.

Spätsommer 2013




Januar 2014

Die Kreidlerfreunde Köln (ich denke zu denen gehöre ich jetzt auch) von denen ich Elfi übernommen habe waren so freundlich den Motor zu überholen und die Motorverblechung zu "entschwärzen". Dies geschah übrigens durch reinigen mit Verdünnung und nicht durch lackieren. Einen originalen Scheinwerfer hat Elfi auch schon bekommen.

Trotzdem bleibt für mich noch einiges an Arbeit übrig: Zuallererst muss der Tank innen entrostet werden. Die Sitzbank braucht einen Besuch beim Sattler, die Bremsen werden neu belegt und alle Züge werden ausgetauscht. Den fehlenden Tacho gilt es zu ersetzen. Und schließlich werde ich mich mit meiner Paradedisziplin, Aufarbeiten und Putzen,  üben. Zum TÜV muss das gute Stück ja auch, da bin ganz besonders gespannt drauf. Also: Der Frühling kann kommen.

Dienstag, 17. September 2013

Coming soon: Elfi


Wie das Leben so spielt: Neulich war ich mit W126 zur Hohlraumversiegelung und zur Radlaufinstandsetzung beim Karrosseriefachbetrieb. Wie sich herausstellte ist der Mann Mitglied bei den Kreiflerfreunden Köln. Man kommt ins Gespräch und ich erwähnte, dass ich beabsichtige meine Kreidlerbestände etwas zu verringern. Scheinbar ohne großes Interesse nahm mein Gegenüber diese Verlautbarung zur Kenntnis. Beim nächsten Termin kam er jedoch von selbst wieder auf das Thema zu sprechen, fragte nach um was es sich denn handele. Kurzentschlossen zählte ich ihm so ziemlich alles auf was an Baustellen in meinem Magazin lagert (RM `74, RMC-S `79, RS-Rahmen mit Teilen). Das Gespräch vertiefte sich und er zeigte mir seine toprestaurierte und topgetunte RS. Neben diesem Juwel parkte, etwas staubig und plattfüßig, eine frühsiebzigerjahre RS (Bj.`72) in ziemlich gutem Zustand. Aufgeregt fragte ich was er denn mit diesem Moped vorhabe. Die könnte ich kaufen, er sei ja mehr von der Tuningfraktion und diese RS sei einfach zu alt und gut erhalten um sie zu tunen. Die Kreidler sei ihm, man kennt das ja, zugelaufen, und eigentlich habe er sie (unter Beibehaltung des schönen Patinazustandes) aufarbeiten wollen, aber so richtig passe das nicht in seine Sammlung. Auf meine Frage nach dem Preis erhielt zunächst einmal ein sehr ausweichende Antwort. Er könne sich ja mal anschauen was ich so zu bieten hätte und vielleicht ginge da ja was im Tausch...

Einige Tage später besuchte er mich zusammen mit seinem Schwager und nahm meinen Fahrzeug- und Teilebestand in Augenschein. Ihnen schien zu gefallen was sahen, denn schon nach kurzer Zeit begannen sie darüber zu diskutieren für welches Projekt welches Teil, respektive Fahrzeug zu verwenden sei. Nach etwas verhandeln einigten wir uns darauf, dass die RS mit laufendem, "gemachtem" Motor im Tausch gegen das Konvolut in meinen Besitz übergehen sollte.

Noch ist die RS bei ihren Besitzern und die die Mopeds in meiner Garage, aber der Motor von "Elfi" ist schon in der Mache.

Elfi!

Das Bild lässt den guten Zustand erahnen. Die originale Lampe liegt schon bereit. Die Motorbleche, der Kettenschutz und die Gabelverkleidung sind von der Erstbesitzerin (daher "Elfi") schwarz lackiert worden. Wohl damit die Kreidler dem Nachfolgemodell ab `73 ähnlicher sah. So wie es aussieht lässt sich der schwarze Lack aber relativ leicht entfernen.
"Needs a little love." sagt der Engländer. Na, da ist Elfi bei mir ja gut aufgehoben.

Müssen Platz machen für Elfi: `74 RM und...

...`79 RMC-S

Donnerstag, 5. September 2013

Mopar Pony

Neulich war "by accident" auf einem American Car Treffen (neuerdings jeden Freitag auf dem Subwayparkplatz in Dormagen) und dort sah ich erstmals live und in Farbe meinen heimlichen Traum. Den Plymouth Barracuda! 
Der könnt mir gefallen! Aber nicht die wilden Geräte ab Modelljahr 1970 sondern die etwas moderateren und für amerikanische Verhältnisse kompakten Exemplare von 1964 - 1969. Ich habe mich auf dem Treffen kurz mit dem Besitzer eines `66er Modells unterhalten und er war sogar so nett mal nachzuschauen wie lang das Auto ist: 4,75m. 
Passt in meine Garage.

Chryslers Antwort auf den Mustang

Quelle: Alden Jewell auf flickr

Montag, 24. Juni 2013

Halbe Sache

Zu dem Teilekonvolut welches einmal eine Kreidler RS ergeben könnte, gehört auch eine Halbschalenverkleidung wie sie an den RMC-S des letzten Baujahres 1981 verbaut war. Da die Gesamtaufarbeitung meiner RMC-S noch aussteht, ich aber dennoch ein bischen basteln wollte, entschloß ich mich die Halbschale zu montieren. 
Erstes Hindernis: der fehlende Befestigungssatz. Zweites Hindernis: Die Farbe.


Original, neu, nie benutzt - nur lackiert


Die Hauptbefestigung der Schale  erfolgt über die Halterung des Scheinwerfers. Ich besorgte also im Baumarkt 80 mm lange M8er Schauben, und fertigte aus Alurohr Distanzstücke. Zwischen die Tauchrohre der Gabel gehört auch noch eine Halterung, welche ich zunächst durch Nylonkabelbinder zu improvisieren gedenke.

Die (gar nicht so schlechte) rote Lackierung musste natürlich weichen. Original wäre unlackierter seidenmatt schwarzer Kunststoff, da ich aber sowieso lackieren musste, entschloss ich mich zu einem Silberton. Einem intensiven Anschliff folgte die Grundierung. Anschließend wurde die Innenseite "Rallye-Schwarz" lackiert. Einem zweiten Anschliff folgte der Silberton und schließlich der Klarlack. Alles von Duplicolor aus der Dose. Für eine Dosenlackierung ist es ganz OK geworden.

Erster Anschliff, die Orangenhaut ist weg.


Grundierung....

Silber + Klarlack
Scheibe montiert.
Vorher...

Nachher...
Resümee: So ganz genau weiß ich noch nicht ob mir die Kreidler mit Halbschale besser gefällt als ohne. Kommentar meiner Frau: "Sieht scheisse aus." Meine Antwort: "Ist aber Original-Zubehör!". Nach einer Probefahrt (mindestens 0,3 km/h mehr Vmax durch aerodynamische Verbesserung!) habe ich mich entschlossen das Teil zunächst einmal dran zu lassen.

My life on wheels III: Große Freiheit Nr. 1

  My first Mofa. Ein gewichtiges Thema. Mit fünfzehn, mitten in der Pubertät, konnte ein Mofa ein wichtiger Meilenstein in der per...